Archiv für Dezember 2009


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29. Dezember 2009 - 21:42 Uhr

Im Traum vorletzte Nacht erschien es mir nicht richtig, daß ich mit andren Menschen über ihren Tod gesprochen hatte, andre Menschen über die Umstände Bescheid wissen, sie aber nicht. Sonst hab ich ihr doch auch alles erzählt, ich muss ihr unbedingt berichten und in der Sekunde, als dem Traum klar wurde, daß ich sie nicht anrufen kann war sie zugleich da, und ich hab ihr erzählt, wie sie gestorben ist, daß ich wirklich nur drei oder vielleicht auch fünf Minuten aus dem Zimmer war und sie dann tot vorfand, obwohl doch vorher nichts unmittelbar darauf hindeutet. “Na sowas!” hat sie geantwortet, ich bilde mir einen leicht schmunzelnden Tonfall ein. So wie sie wohl auch in der Wirklichkeit auf das Erzählte geantwortet hätte, wenn es denn möglich wäre.

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25. Dezember 2009 - 23:23 Uhr

Was half und hilft:

Schlafen. Weihnachten ignorieren. Schlafen. Mich mit WordPress beschäftigen. Schlafen. Mich mit meinen Photos beschäftigen. Schlafen. Stundenlang bei Frank Bültge schauen und lesen. Mich mit Greyfoto beschäftigen. Schlafen.

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Advents-Kalender

24. Dezember 2009 - 01:28 Uhr

Advents-Kalender

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20. Dezember 2009 - 14:09 Uhr

Was mir geholfen hat und hilft.

Das Dabeisein. Das Bei-ihr-bleiben in der Nacht darauf. Das Auf-sie-aufpassen und Mithelfen bei der Totenbeschauung, das Auf-sie-aufpassen während des Abtransportes.

Das Aussuchen des Trauerspruchs für die Annonce, das Aussuchen einer passenden Bibelstelle. Das Gespräch mit dem Pastor. Das Erinnern mit Familie und Freunden. Das Erinnern für mich allein.

Rituale. Ihre Wohnung ordentlich halten. Ihre Weihnachtsbeleuchtung gegen 17:00 Uhr einschalten. Mit den Finken sprechen.

Das tiefe Loch lag klar vor mir. Um nicht hineinzufallen, habe ich mir im Laufe der letzten Wochen eine Leiter gebaut. Damit kann ich hinabsteigen, vorsichtig, Sprosse für Sprosse. Wenn die Leiter hält, komme ich damit auch gut wieder nach oben.

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17. Dezember 2009 - 09:43 Uhr

Sie hat den silbernen Weihnachtsstern nicht mehr gesehen.

Es ist eine eigentümliche Gegenwart, die ich durchschwebe, so dichtgedrängt sind die Bilder der Vergangenheit an die Vorstellungen der Zukunft, daß für ein Jetzt gar kein Platz ist.

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14. Dezember 2009 - 21:59 Uhr

Auf der Suche nach einem Blatt Papier fand ich den silbernen Weihnachtsstern, den ich vor ungefähr zwei Wochen verzweifelt suchte, um ihr eine Freude zu machen. Er liegt jetzt hier neben mir, ich werde ihn ihr zeigen, wenn sie aufwacht, nur, wann wird das sein, und in welchem Zustand wird sie sich befinden?

Als ich ich vorhin gegen 17:00 Uhr die Jalousien herabließ, strich mir der Gedanke, nun die zweite Nacht einzuläuten, durch den Kopf. Es war gestern gegen 17:00 Uhr, als ich sie, auf der Couch sitzend, eingeschlafen vorfand und kurz danach die Jalousien herabließ.

Lang wird sie nicht schlafen, dachte ich, sie auf die Couch bettend, sie schlief ja schon fast den ganzen Tag. Sie schlief – wenn man einen unweckbaren Zustand, unweckbar durch Berührung, durch Ansprache, selbst durch Wechseln der Kleidung als Schlaf bezeichnen möchte – bis heute morgen ca. 11:00 Uhr.

Die dazwischenliegenden Stunden ….

***

Sie schläft nun wieder seit 17:00 Uhr. Ich bin ein Stockwerk über ihr, überwache ihren Atem mit dem Omaphone und bin froh, mich ein bißchen nur in meiner Welt aufzuhalten.

Vorhin um dreiviertel 8 schaltete ich das Fernsehgerät ein. Seit weit über einem Jahr schauen wir von Montag bis Donnerstag gemeinsam die bayerische Vorabendserie, ein liebgewonnenes Ritual, ein Indikator auch für ihre Stimmung und Verfassung (die stets prächtig ist, wenn sie die Titelmelodie mitsummt, mitsingt oder gar gröhlt).

Heute blieb sie, ich habe es nicht anders erwartet, in ihrem nahezu komatösem Zustand und mir war, …

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Den Gedanken nachhängend

11. Dezember 2009 - 00:47 Uhr

Den Gedanken nachhängend in der U-Bahn sitzen. Sich all der Menschen gewahr werden und fragen: Laufen in all diesen Köpfen auch so Filme? Was für Filme könnten das sein?

Später im Zug eine alte dicke Frau. Die so gern Karten spielt und würfelt. Erzählt sie der jungen Frau, die aus dem Fenster schaut. Jedoch hat sie niemand zum Karten spielen und würfeln. Ihr Mann, der schläft immer. Manchmal schimpft er. “Du und Deine Karten! Lass mich in Ruhe” äfft sie ihn nach. Und dann: “Schlagen könnt ich ihn, totschlagen! Hoffentlich hab ich nie ein Gerät in der Hand, wenn er so ist …”

Einblick in einen der Köpfe, Typ deutsche Durchschnitts-Seniorin.

Eine Woche ist das etwa her.

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Im Nachtzug nach Lissabon

11. Dezember 2009 - 00:40 Uhr

Im Nachtzug nach Lissabon las ich und fragte mich, was die Axt wohl dem Tageslicht preisgeben würde, wenn sie die Eisschicht des Meeres zerschlüge. Am Abend desselben Tages dann eine Begegnung.

Vier Wochen ist das etwa her.

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Es macht mir nichts aus,

7. Dezember 2009 - 13:27 Uhr

Es macht mir nichts aus, barfuß draussen zu laufen, auch nicht in der Nacht, auch nicht, wenn es regnet. Mit dem Entdecken der ersten Nacktriesenschnecke auf dem Gartenweg jedoch wird das “Nur noch schnell Müll runterbringen” abenteuerlich, sehr abenteuerlich.

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Erspäht

6. Dezember 2009 - 14:32 Uhr

Passend zur Jahreszeit:
… Your online guide to snowflakes, snow crystals, and other ice phenomena …

Und immer wieder schön:

flake1

Wehmütig.

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