Es brennt an der Uni

Die Bücher am Stand in der Fußgängerzone durchschauen, den Lärm dabei unreflektiert wahrnehmend, das Plappern der Passanten, das Dudeln der Weihnachtsmusik, irgendwo bellt ein Hund. Irgendwo wird geschrieen, irgendwo trillern Pfeifen, es wird lauter, es kommt näher, es dringt ins Bewusstsein. Demo?

“Allmechd, die kumma zu uns!” sagt eine ältere Dame zu ihrer Begleitung und zieht diese mit fort. Auch andre Menschen, eben noch entspannt Bücher anguckend oder miteinander plaudernd, sehen sich, man möchte fast meinen argwöhnisch, um und brechen auf, weg von hier.

Stumm wird das vorüberziehende, grün flankierte Grüppchen von den Verweilenden beobachtet. Jemand fasst sich ein Herz und klatscht mit hoch erhobenen Händen. Die argwöhnischen Blicke nun auf mir. Drauf pfeifend geh ich in die Buchhandlung.

Nachher im Zug ein paar Arbeiter, still in Zeitungen vertieft. “Allmechd, jetzt wolln’s auch noch mehr Bafög” sagt einer. Antwort lässt auf sich warten, doch sie kommt: “Jaja …” Eine Weile später unterhalten sie sich angeregt über erfolglos verlaufende Bewerbungen in den Fabriken.

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