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Das Abhusten fällt ihr schwer. Es ist unklar, ob sie zu schwach ist oder ob sie nicht versteht, was sie tun soll. Auch Vorhusten bringt keinen Nachahmungseffekt. Jedoch: Lachen löst Hustenreiz aus. Das ist also die Aufgabe: Die hochbetagte und gebrechliche, einigermaßen altersverwirrte Oma zum Lachen zu bringen.

Was im Alltag absichtslos immer wieder geschieht, ganz nebenbei und beiläufig; es ist tatsächlich oft sehr lustig bei uns (wohl aber nur für den, der diese gewisse Art von Humor besitzt, oder in der Lage ist, ihn sich zu eigen zu machen), nun, das ist im Krankheitsfall nicht so einfach.

Und geschieht dennoch nebenbei: Beim obligatorischen Abklopfen des Rückens singe ich, ohne daß es mir bewusst ist (ich singe viel mit ihr), im Takt: “Da da da – Aha! Aha! Da da da – Aha aha aha …”

Sie will etwas sagen (ihrem Gesicht nach zu urteilen etwa “Maadla, spinnst jetzt?”) und blickt mich an. Wahrscheinlich hab ich nicht nur gesungen, sondern auch geschaut wie Stefan Remmler. Es kommt fast zugleich, das Lachen und das so notwendige Husten.

Es geht ihr heute besser.

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