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Vergangene Nacht unterhielt ich mich im Traum mit einer meiner Zimmerpflanzen. War ein nettes Gespräch. Ganz anders als die üblichen Begegnungen mit Monstern, obskuren Gestalten oder Toten. Wobei, meine Omas lassen mich nachts mittlerweile in Ruhe, nachdem ich mit ihnen geschimpft habe. “Omas”, habe ich gesagt, “so kann das nicht weitergehen! Jetzt seid ihr beide so kurz hintereinander gestorben, könnt ihr zwei euch nicht dort, wo ihr jetzt seid, einfach zusammentun? Ihr müsst nicht jede Nacht in meine Träume kommen. Plaudert lieber miteinander, oder redet, habt ihr in den vergangenen 45 Jahren eigentlich geredet, oder immer nur geplaudert? Macht euch doch dort, wo ihr jetzt seid, zusammen auf die Suche, sucht eure Männer, eure Kinder, eure Eltern und eure Omas. So wie ich euch suchen gehe, dann, wenn es an der Zeit ist. Aber jetzt, ihr Lieben, jetzt lasst mich leben, und bitte vor allem schlafen in der Nacht, ruhig schlafen.”

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